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HANZ ACID : Interview vom Dezember 2018.

 

Hanz Acid ist ein Multitalent. Er mischt hinter dem Synth neuerdings bei Frame Of Mind mit, singt bei Transponder, hat ein Projekt unter gleichem Namen “HanZ Acid”, sowie noch Werksfront, Synthcraft und TekknoKraft.

Da drängen sich natürlich ein Haufen Fragen auf, die wir nun versuchen alle abzuarbeiten.

 

New Life : “Fangen wir mal mit dem, an was erst wenige Tage zurück liegt : Du bist ja mit Frame Of Mind in Frankfurt als Vorgruppe von Suicide Commando hinter dem Keyboard zu sehen gewesen. Wie kam es zu dazu? Bist du jetzt fester Bestandteil der Band oder nur ein Live-Keyboarder?”

Hanz Acid :”Ja, das war ein ziemlicher Zufall wie es dazu kam. Ich kannte Frame of Mind gar nicht so gut und hab nur ab und an den Namen mal gelesen, aber mich noch nie wirklich vorher mit der Band befasst. So kam es das ich dann letztens eine Anzeige gesehen hatte auf einem Musikerportal wo eine Industrial Band aus dem Raum Aschaffenburg einen Livekeyboarder sucht. Solche Musik in dieser Richtung ist ja eher selten bei mir in der näheren Umgebung.

Daraufhin hab ich mich gemeldet und die Studioaufnahmen der Songs geschickt bekommen, die dort Live gespielt werden sollen in Frankfurt (da diese Teilweise noch nicht veröffentlicht waren zu diesem Zeitpunkt). Beim durchhören und ausprobieren daheim wie ich das Material live umsetze hab ich dann gemerkt das mir die Musik ziemlich liegt und habe dann gleich Bescheid gesagt das ich bei der nächsten Probe vorbeischaue, da auch gar nicht mehr soviel Zeit bis zum Gig war.

Die Resonanz auf den Auftritt dann war jedenfalls sehr gut und es war auch schön das ich freie Hand hatte was meine eigenen Ideen angingen um die Songs live etwas zu „würzen“. Das ist bisher eigentlich auch schon die ganze Story.

 

Frame of Mind ist auf CD ja eigentlich eine „One Man Show“ von Marko Hein, daran wird sich in Zukunft wohl auch nicht so sehr viel ändern. Das Material hat ja auch schon eine sehr ansprechende Qualität. Falls er aber natürlich mal in Zukunft bei kommenden neuen Songs Unterstützung in irgendeiner Form braucht, bin ich natürlich gerne zur Stelle, sowie auch für weitere Liveauftritte.”

New Life : “Du hast ja vier elektronische Projekte : HanZ Acid, Werksfront, Synthcraft und TekknoKraft. Für die, die diesee Projekte nicht kennen : Wo liegt musikalisch der Unterschied zwischen diesen Projekten?”

Hanz Acid : “Fangen wir mal einfach mit der zeitlichen Reihenfolge an, das erklärt wohl am besten warum es überhaupt vier sind.

Als ich 2011/2012 damals wieder angefangen habe mich auch wieder mehr mit elektronischem Liedgut zu befassen habe ich einfach alles unter dem Namen „Tekknokraft“ gemacht (eine Hommage an die alte Schreibweise des Techno wo dieser Begriff bekanntlich ja noch nicht für Kommerz stand, und an die Elektropioniere Kraftwerk). Das war halt Stilmäßig ein total bunter Haufen was da entstanden ist. Irgendwann hatte ich so 25-30 Lieder zusammen, die ich teilweise mit Freunden zusammen gemacht hatte, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Da traf halt dann Eurodance auf EBM oder 8-Bit, hauptsache elektronisch war das Motto. Es ging also recht planlos zu da es einfach nur darum ging sich auszuprobieren und es gab weder so etwas wie eine feste Besetzung, noch überhaupt irgendein Konzept. Die Tracks wurden damals auch nur im Freundeskreis verteilt. Es gibt zwar mittlerweile auch 2 offizielle Veröffentlichungen unter den Namen („Alpha Eins“ zum Beispiel mit einem Querschnitt aus dieser bunten Zeit), aber es bleibt wohl weiterhin nur ein Projekt ohne wirklichen festen Plan. Dementsprechend gibt es das Material ja auch kostenlos und ich mache dafür eigentlich auch nicht wirklich Werbung.

Das änderte sich dann allerdings etwas 2013 als ich „WERKSFRONT“ ins Leben rief um unter diesem Namen die Anhalt EBM Tracks „auszugliedern“ und ins Netz zu stellen auf denen mein Kumpel alias „Max Stahl“ sich als Sänger ausprobiert hatte (der eigentlich hauptberuflich Schlagzeuger ist). Wir fanden die Tracks selbst ja einfach nur irre lustig und haben uns da nicht so ernst genommen, aber es hat halt sau viel Spaß gemacht. Ich höre zwar tatsächlich diese Richtung am liebsten, also war es ja schon eine Herzensangelegenheit für mich, habe mir davon aber damals nicht wirklich etwas erhofft. Umso mehr wir aber dann damals auf Soundcloud & co online gestellt haben, umso größer war die Begeisterung im Netz. Die Songs wurden sehr oft geteilt und erreichten eine große Hörerschar. Irgendwann meldete sich dann das erste, interessierte Label für eine Veröffentlichung und es gab auch Anfragen ob wir nicht auch mal live spielen wollen. Tja, und seitdem wird das ganze etwas ernsthafter betrieben und ich persönlich sehe es auch als mein Hauptprojekt mittlerweile durch das ich sehr viele Kontakte in der Scene dazu gewonnen habe.

Die Tracks wo ich der Einfachheit halber unter meinem Künstlernamen „HanZ AciD“ 2016 veröffentlicht habe, waren der Versuch etwas seriöseren Elektro zu machen, musikalisch wie auch textlich. Die Songs entstanden alle nebenbei zum ersten Werksfront Album, weshalb sie sich teilweise in einigen Dingen auch ehrlich gesagt ähneln was verwendete Synthesizer angeht oder zum Beispiel auch der Drumsound stellenweise. Fast alle Texte stammen auf dem Album „Phönix“ aber nicht von mir sondern meiner guten Freundin Vera Ehrich. Ich kann halt irgendwie nur humoristische Texte schreiben und das wollte ich da dann ja mal vermeiden. Trotz guter Reviews ist das Interesse an der Musik aber eher klein geblieben damals von den Labels und co. Auch die Tracks auf der „Engelsblut“ Single stammen aus dieser Zeit, auch wenn ich sie erst dieses Jahr online gestellt habe. Da war ich dann aber auch ziemlich überrascht als die nach einer Woche über 100 Downloads hatte und laut eines Internetradiotracking Services viel Airplay auf einigen Sendern genossen hat. Ich kann aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich sagen ob ich nochmal was in dieser Richtung machen werde.

Synthcraft, das es erst seit diesem Jahr gibt, mache ich zusammen mit einem Kumpel mit dem ich mal in einer Death Metal Band aktiv war, und wir wieder zusammen musizieren wollten, aber in einer andereren Richtung diesmal. Als ich vor vielen Jahren zum ersten mal Tracks der holländischen Gruppe „Laserdance“ hörte, wurde ich ein bisschen süchtig nach dieser Art von Musik der 80er die ja viele Nachahmer gefunden hat und teilweise als Spacesynth oder auch Italodisco bekannt ist und immer noch viele aktive Gruppen hat. Deshalb gibt es zum Beispiel auf dem „Alpha Eins“ Album von Tekknokraft einen Song mit dem Namen „Laserdance“, wo ich genau die selben Synths und Drumcomputer verwendet habe wie die Gruppe Laserdance damals in den 80ern um ihren Sound so gut wie möglich zu kopieren als ein kleines Tribut. Mittlerweile hat ja auch der Synthwave eine ziemlich beachtenwerte Scene der die 80er Sounds mit modernen Klängen mischt und von der mein Bandkollege ziemlicher Fan ist, weshalb es auch Einflüsse aus dieser Richtung geben wird da ich dieses Konzept ebenfalls sehr interessant finde als Fan solcher Gruppen wie Pertubator oder Tommy’86 aus Frankreich.”

New Life : “Wenn man HanZ Acid bei Discogs sucht, findet man leider nur zwei Samplerbeiträge, dabei gibt es ja bei Bandcamp das Album “Phönix”, die Single “Engelsblut” und das Remix Album “Schwarze Schwingen” zu finden. Ich kenne da eine Band, die “leidet” schlichtweg daran, dass er seinen “Erfolg” über die “haben” und “suchen” Angaben bei Discogs definiert. Spielt in deinem musikalischen Leben Discogs irgendeine Rolle?”

Hanz Acid : “Discogs spielt bei mir selbst keine große Rolle. Ich habe da noch nie etwas eingetragen, auch wenn man dort einige andere Alben findet auf denen ich mitgewirkt habe. Ich finde es ganz nützlich wenn man über eher unbekanntere Bands etwas erfahren kann, die es zum Beispiel nicht mehr gibt, und aus der Zeit stammen wo das Internet noch nicht so eine große Rolle gespielt hat wie heute und man dementsprechend eher schwer eine vollständige Diskographie im Netz finden würde. Dafür finde ich diese Seite wirklich super. Aber ansonsten habe ich mich damit noch nicht weiter auseinander gesetzt."

New Life : “Hast du das gleiche Problem wie viele Bands, die kurz nach der Veröffentlichung ihrer Alben oder Singles diese auf diebischen russischen Internetseiten als illegale Downloads wiederfinden, entweder kostenlos, oder zu einem deutlich geringeren Preis, dessen Geld dann aber ausschliesslich dem russischen Dieb in die Tasche fließt?”

Hanz Acid : “Ja, das ist leider so eine Krankheit von Bandcamp bei eher unbekannteren Gruppen. Stell dort etwas online, aber sei dir dann bewusst das es überall auch irgendwo gratis erhältlich sein wird. Nur bei manchen etablierten Labels die dort veröffentlichen passiert das eher seltener, wohl Aufgrund einer besseren Rechtsabteilung als die unsererseits hat. Selbst meine Veröffentlichungen die ich gratis reingestellt habe sind auf solchen Seiten gelandet, was dann halt gar keinen Sinn macht diese auf illegalem Wege runter laden zu wollen, wenn du sie dort doch sowieso kostenfrei in CD Qualität haben kannst.

Aber dieses Problem gibt es ja schon seit der Erfindung des mp3 Formates damals, wo Datenträger noch viel teurer und das Internet sehr langsam war und man dementsprechend Musik komprimieren wollte. Höhepunkt war wohl damals Napster, das in der ursprünglichen Form wohl immer noch einmalig ist was das illegale beschaffen von Musik war."

New Life : “Du hast die erste Werksfront EP “The Max Stahl Chronicles” im Jahre 2015 veröffentlicht. Darauf finden sich erstaunlicher Weise bereits Live-Aufnahmen von einem Auftritt in Mainz. Das Album, wo sich die drei Live-Versionen als Studio Versionen bedinden, erschien aber erst 2017. Wieso hat das so lange gedauert und warum erscheinen erst die Live-Versionen vor den Studio-Versionen?”

Hanz Acid : “Ursprünglich sollte das Studioalbum ja auch schon 2015 erscheinen und war auch schon komplett so wie es sein sollte musikalisch fertig.

Allerdings gab es dann ein paar Probleme beim dem damaligen Label wo es rauskommen sollte und der Release musste nach hinten verschoben werden. Darüber war ich zwar natürlich nicht so begeistert, aber da ich den Deal den wir damals ausgehandelt hatten sehr gut fand, vor allem für einen Newcomer der Scene, war ich natürlich geduldig. Um den Leuten die dann darauf warteten etwas die Zeit so versüßen, habe ich sehr spontan dann damals im Dezember 2015 diese EP zusammengestellt, die es ursprünglich auch kostenfrei zum download gab. Da sollte natürlich dann nichts drauf sein was auch auf dem geplanten Album war. Und da der Livemitschnitt von dem Konzert klanglich sehr gut war, habe ich mich entschlossen die live Versionen von diesen 3 Songs einfach mit drauf zu packen (da die Studioversionen dieser Lieder in der Demofassung ja auch sowieso schon von Soundcloud und diversen Samplern bekannt waren.)

Naja, aber das wurde dann am Ende ne ziemlich blöde Geschichte da ich immer weiter vertröstet wurde mit dem Release des Albums und am Ende hieß es dann auf einmal: Wir können es nicht mehr rausbringen und stellen auch das Label komplett ein. Sprich, ich habe dann nochmal 1 1/2 Jahre für im Endeffekt nichts gewartet. Da ich die Fans dann nicht noch länger warten lassen wollte, hab ich es dann einfach selbst veröffentlicht, aber der einfachheit halber nur digital, statt erst ein anderes Label dafür zu suchen.

Ich wollte mich ja endlich auch mal neuem Material widmen und das alte hinter mir lassen und aus dem Kopf streichen."

New Life : “Bei den Infos zur  “The Max Stahl Chronicles” sieht man ein Haufen Namen, die daran beteiligt waren. Waren diese Leute damals ein fester Bestandteil von Werksfront?”

Hanz Acid : “Ja, das waren sie. Auch wenn ich die Musik schon damals alleine gemacht habe mit Ausnahme des Gesang, haben sie Textstellen beigesteuert und waren auch bei allen Gesangsaufnahmen anwesend und hatten somit Einfluss auf das erste Album. Wir waren ja alle zusammen auch in einer Metalband aktiv und haben das immer mal so nebenbei in unserem damaligen Proberaum gemacht mit den Aufnahmen. Bei der ersten Liveumsetzung von Werksfront in Mainz 2015 haben sie dann auch alle mitgemacht und deshalb ist das auch sowas wie die „original“ Besetzung in meinen Augen. Ich selbst war ja zu der Zeit zum Beispiel gar nicht der Frontmann sondern übernahm noch die Drums live. Das kam dann erst nachdem Ausstieg des damaligen Sängers das ich bei Livegigs das Mikrophon übernommen habe und statt einen neuen Sänger zu suchen einen neuen Drummer in die Band geholt habe."

New Life : “Gibt es Zukunftspläne für Werksfront, über die du schon sprechen kannst?”

Hanz Acid : “Es steht ein neues Album in den Startlöchern wo gerade die Songs den letzten Feinschliff bekommen. Ein genaues Release Datum gibt es aber noch nicht.

Stilistisch wird dieses aber etwas anders als das Debüt Album, ich wollte ja nicht einfach nur eine Kopie vom ersten Werk machen. Da ich persönlich auch ein Fan von Gruppen wie „Die Krupps“ oder der älteren Scheiben von „Oomph!“ bin wird es auch ein paar von solchen „Crossover“ Stücken geben, die den EBM mit dem Metal kreuzen. Ich weis zwar das ich mir damit nicht nur Freunde machen werde, aber ich hab halt einfach Bock drauf gehabt. Da hat ja jeder eine andere Meinung zu diesen Auswüchsen der 90er als Bands aus dem elektronischen Umfeld anfingen E-Gitarren in ihre Songs einzubauen. Es werden aber natürlich auch wieder reine EBM Stücke darauf zu finden sein ohne Saiteninstrumente.

Tja, und wenn alles gut läuft wird es sicher auch wieder das ein oder andere Konzert geben. Eine motivierte Liveband habe ich dafür ja zur Verfügung."

New Life : “2018 hast du bis jetzt den leider einzigen Songs mit Synthcraft namens “Andromeda” veröffentlicht. Das ist Italo Disco vom Feinsten. Wusstest du dass in Italien niemand etwas mit dem Begriff “Italo Disco” anfangen kann? Das ist eine reine Schöpfung vom deutschen ZYX Label!”

Hanz Acid : “Das wusste ich ehrlich gesagt nicht, und bin selbst Besitzer von einigen Samplern mit diese Wortschöpfung von ZYX.

Aber der Begriff hat für mich selbst halt auch nie wirklich viel Sinn gemacht da diese Art von Musik ja nicht nur ein italienisches Phenomen ist.

Modern Talking hat sich da ja aus dieser Richtung auch beeinflussen lassen, auch wenn man sie nicht dem Italo-Disco zuschreibt, und war in Deutschland damit ja auch nicht gerade unerfolgreich."

 

 

New Life : “Was kannst du zu kommenden Synthcraft Veröffentlichungen sagen?”

Hanz Acid : “Das es auf keinen Fall wie Modern Talking klingen wird."

New Life : “Ganz andere Sounds kommen von deinem Projekt “TekknoKraft”. Wie werden diese von den Leuten angenommen?”

Hanz Acid : “In meinem Freundeskreis werden einige Songs immer ziemlich gefeiert wenn sie auf Partys laufen. Für mehr wurden sie ja eigentlich ursprünglich auch gar nicht gemacht und ansonsten habe ich das deshalb auch nicht sonderlich groß verfolgt wie die Reaktionen darauf waren."

 

New Life : “Wie gehst du an die Produktion deiner Songs für die einzelnen Projekte? Nutzt du Hardware, nur Software oder eine Kombination aus Hardware und Software? Ich habe gelesen dass du dir einen C64 zugelegt hast. Für was soll der genutzt werden? Gibt es da schon Pläne?”

Hanz Acid : “Ich habe ganz früher viel nur mit Hardware gemacht wenn es um Aufnahmen ging (sprich: Mischpulte mit Harddiskrecordern wo man viele Kanäle auf einzelne Spuren getrennt aufnehmen konnte). Nennenswerte, elektronische Klangerzeuger hatte ich damals aber noch nicht und war deshalb auch etwas eingeschränkt wenn es um elektronische Musik ging und habe in der Zeit eher viele eigene und auch befreundete Rock, Metal und Punkbands aufgenommen. Das kam dann erst als die Computer genug Leistung hatten, auch bei erschwinglichen Preisen, und man dort dann mit reinen, von der CPU berechneten Softwaresynthesizern vernünftig komponieren und abmischen konnte. Ursprünglich hab ich mir auf Empfehlung damals nur für das Musik machen einen Computer eines amerikanischen Unternehmens geholt das hierzulande eher für seine völlig überteuerten Telefone bekannt ist, und war dann aber auch echt erstaunt was damit alles so ging mittlerweile, sodass ich dann immer mehr auf die Produktion mit Hilfe des Computer umgestiegen bin. Als ich dann immer mehr Spaß an synthetisch erzeugter Musik bekam durch die neuen Möglichkeiten, habe ich dann aber wieder nach und nach in Hardware investiert (hauptsächlich analoge Synths) mit denen ich auch einen Großteil meiner verwendeten Sounds erzeuge. Somit nutze ich heutzutage sozusagen eine Kombination beider Welten.

Der C64 ist tatsächlich nur zum spielen da, da ich Retrogames sehr liebe, den C64 vor allem auch wegen seinem geilen Sound.

Der SID Chip war ja für seine Zeit phänomenal, aber ich denke ich sollte mich lieber auf wesentlich weit fortgeschritteneres Equipment konzentrieren das ich  hier in meinem Homestudio stehen habe."

New Life : “Von deinen 4 Projekten gibt es ja viele Download-Veröffentlichungen. Gibt es auch CDs zu kaufen oder sind diese wie bei vielen Bands gar nicht mehr vorgesehen?  Was denkst du über Alternativen, z.B. “back to the Vinyl” oder sogar MCs. Letztere scheinen wieder auf dem Vormarsch zu sein!”

Hanz Acid : “Die CD ist leider am aussterben bzw. mittlerweile ja auch wirklich nur noch ein Sammlerobjekt. Im Grunde genommen ist es ja nur ein digitaler Datenträger, der für heutige Verhältnisse auch ziemlich groß und teuer in der Produktion ist dafür das da nur 740 MB drauf passen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit wann sie vollkommen weg ist. Ich habe zwar selbst eine riesen CD-Sammlung aber lege eher selten mal wirklich eine noch ein, da ich so wie viele meine ganzen Lieder auf einer Festplatte habe, geordnet in einer Mediathek die ich per W-Lan auf verschiedene Geräte übertragen kann (wie den Mp3 Player für unterwegs) oder an verschiedene Lautsprecher in meiner Wohnung per Bluetooth streame. Nachdem ich also eine neue CD habe, landet die oft nur einmal im Rechner zum überspielen und wird danach nicht mehr verwendet, wenn ich überhaupt noch die CD kaufe und nicht einfach nur das Album als Download. Klingt zwar äußerst unromantisch, gerade von jemanden der selbst Musik macht, aber das ist halt der Trend (wenn überhaupt noch etwas für die Musik an die Künstler gezahlt wird, da ja nicht gerade auch wenige Leute sogar nur noch über Streamingportale konsumieren.)

Eine Vinylveröffentlichung ist da dann zum Beispiel sogar dann interessanter als eine CD, da Vinyl halt einen gewissen Kultstatus hat den die CD nicht erreicht hat und somit ein beliebtes Sammlerobjekt ist. Selbst ich habe Schallplatten von teilweise eher unbekannten Bands, die ich mir auf deren Konzerten geholt habe wenn mir die Musik zugesagt hat und ich die Künstler unterstützen wollte, obwohl ich gar keinen Schallplattenspieler habe und auch eher den „exakteren“ Klang der Aufnahmen höre in Form des digitalen Formats der einfach immer gleich ist und sich nicht abnutzen kann umso öfter man ihn spielt.

Mit den MCs habe ich das auch so ein bisschen beobachtet das das wieder im kommen ist. Mal sehen wie sich das entwickelt."

New Life : “Gibt es für deine Projekte Reaktionen seitens Labels? Die müssten doch schon längst auf dich aufmerksam geworden sein!”

Hanz Acid : “Ja, die gibt es. Bisher war da aber nichts wirklich passendes dabei, bis auf damals das eine Angebot für das „Muskeln aus Stahl“ Album von WERKSFRONT das ich dann ja angenommen habe und am Ende leider ebenfalls ins Wasser gefallen ist. Für das kommende Album haben sich auch schon wieder Interessenten gemeldet wegen einer möglichen Zusammenarbeit, aber ich habe da noch kein konkretes Angebot, ich will es erstmal in Ruhe musikalisch fertig stellen und dann geht es als Promo auf die Reise. Ich habe da ja aber ehrlich gesagt nicht mal so hohe Ansprüche, aber da waren halt teilweise schon recht sinnlose Angebote dabei von denen ich nicht wirklich was hatte. Ich bin eigentlich einfach nur auf der Suche nach jemanden der sich um den ganzen Rest kümmern würde der so anfällt und ich mich weiterhin einfach nur auf das Musik machen konzentrieren kann, sei es im Studio oder Live. Wenn ich dann am Ende einfach nur eine größere Hörerschar erreicht hätte die die selbe Freude an der Musik hat beim hören wie ich beim erschaffen, das reicht mir persönlich ja eigentlich schon. Viele Labels werden ja auch nur aus Leidenschaft betrieben und haben ebenfalls immer ein gewisses Risiko zu tragen mit ihrem Kapital, wenn es zum Beispiel um die Finanzierung einer CD geht mit allem was da so dazugehört."

New Life : “Werksfront würde ja perfekt zum Familientreffen in Sandersleben passen. Gab es da schon Kontakte vom Veranstalter wegen eines Auftrittes mit dir? Du bist ja bei dieser Veranstaltung seit vielen Jahren als Gast VOR der Bühne - da wäre es doch logisch die paar Schritte höher AUF die Bühne zu steigen?”

Hanz Acid : “Ja, das haben schon so einige der dort Anwesenden Leute zu mir gesagt. Das wäre sicher witzig da man da ein tolles Publikum hat und sich ja auch jeder irgendwie kennt. Es sind ja wirklich jedes Jahr fast immer die selben Leute da, weshalb es eigentlich keinen passenderen Namen für dieses Festival gibt.

Aber ich selbst habe da keine Ahnung wer da für das Booking zuständig ist. Vielleicht meldet sich ja irgendwann mal jemand bei mir."

New Life : “Du hast ja auch in einigen Metalbands mitgewirkt. Kommt da deine “böse” Stimme her? Wenn man dich nicht kennt und sie zum ersten Mal hört, könnte man denken du bist ein Koloss von Mann, irgendwas zwischen Hulk Hogan und Arnold Schwarzenegger. Diese kommt besonders bei deinen Vocals zu Transponder richtig gut zum Ausdruck!

Hanz Acid : “Ja, Tatsache. Da habe ich halt meine Erfahrungen gesammelt was das „singen“ angeht. Und dieser Style mit dem tiefen Gesang, der aber trotzdem kein reines „Gegrunze“ ist, wie man so beim Metal umgangssprachlich sagt, sondern auch oft melodisch ist, dafür war ich halt meist zuständig weil mir das stimmlich sehr liegt und bin da dementsprechend jetzt auch sehr geübt drin das das locker von der Hand geht. Allerdings habe ich dafür noch so einige Defizite wenn es dann um andere Arten des Gesangs geht, da ich diese dementsprechend weniger in der Vergangenheit gemacht habe, und somit im gesanglichen Bereich noch Luft nacht oben bei mir ist."

New Life : “New Life hat ja bereits ein Interview mit Transponder geführt. Die nächste Veröffentlichung an der gemächlich gearbeitet wird, wird eine einmalige Neofolk/Neoclassic Veröffentlichung sein, die “Those Who Came From Heaven To Earth” genannt wird. Das ist ja die Übersetzung für “Anunaki”, den Wesen, die neben den alten sumerischen Göttern bestanden. Was meinst du zu diesem “Ancient Aliens” Thema, das sich durch das Album ziehen wird?”

Hanz Acid : “Da ich ein Fan von Science-Fiction bin, finde ich natürlich vieles was in diese Richtung geht sehr interessant und es übt eine gewisse Faszination auf mich aus. Generell bin ich aber eher jemand, der nicht an solche Theorien dann glaubt. Dieses Thema ist aber natürlich sehr interessant für ein Konzeptalbum das klanglich Richtung Neofolk geht und kann die Atmosphäre solcher Musik sicher sehr gut unterstreichen."



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